Anfang der 90er Jahre begann man bei Märklin die Digital-Decoder mit einer Lastregelung auszustatten. Diese erzeugten nun etwas vorbildlichere Fahreigenschaften, da nun auf auf elektronischem Wege die Zugmasse mit ins Spiel gebracht wurde.
Diese Massenträgheits-Simulation war zuvor in der "Analogen Modellbahn-Steuerung" als Weiterentwicklung eingeführt worden (Lokomotiven mit 35er Artikel-Nummer) und wurde nun auch in der "Digitalen Zugsteuerung" eingeführt.
Die Lokomotiven erzeugen so ein relativ vorbildliches Fahrverhalten. Auch war die Höchstgeschwindigkeit und das Beschleunigungs-/Brems-Verhalten der Lok nun über zwei kleine Einsteller auf dem Decoder einstellbar.
Die Decoder benötigen für ihren Betrieb nun einen Gleichstrom-Motor. Die Einführung dieser Decoder stellt also die Abkehr vom Jahrzehnte lang eingesetzten Allstrom-Motorkonzept dar.
Platinen
Während der Einsatzzeit gab es für den C90-Decoder verschiedene Bestückung-Varianten bzgl. des verwendeten Chips 701.13, der von verschiedenen Chip-Herstellern gefertigt wurde.
Typ 1: mit Chip - [701.13]
Decoder-Typ basiert auf dem Chip 701.13
Er hört auf das Motorola I Protokoll und treibt einen Märklin-Hochleistungsantrieb (5-pol. Märklin Gleichstrommotor) an.
Er hat somit keine absolute Fahrtrichtungs-Erkennung und somit gibt es hier die gleichen Probleme wie bei den C80 Decodern.
Variante 1
Variante 2
Eigenschaften
techn. Daten - Decoder-Chip 701.13
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Programmierung
Typ 2: mit Chip- [701.17]
Platine
. Er hört auf das Motorola II Protokoll.
Er kam in der Zeit bis zum Übergang auf die C90x-Decoder zum Einsatz. Dieser Chip wurde aber nur sehr selten in C90-Decodern verbaut. Hauptsächlich konnte er in DELTA-Decodern angetroffen werden, da er den Betrieb an DC-Motore als auch den Betrieb an Allstrom-Motore im DELTA-System beherrschte.
Auch sind bereits Funktionen für die Verarbeitung von - im MM-II Protokoll def. - Sonderfunktionen F1-F4 implementiert. Diese wurden aber - m.W. nach - mit diesem Chip auf keinem Decoder realisiert. Näheres zu diesem Thema finden sie auf dieser Seite von Dr. König.
{-article id="576"}[text]{/article}Eigenschaften
techn. Daten - Decoder-Chip 701.17x
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Programmierung
Decoder mit 8-pol. DIP-Schalter
Decoder ohne DIP-Schalter
Es gibt einige Decoder, die nur mit einer festen Adresse versehen sind - z.B. beim ADLER [26350]. Dies ist notwendig, weil der verfügbare Platz nicht groß genug ist, um den DIP-Schalter aufzunehmen.
Die Addressierung solcher Decoder, kann nur im Werk geändert werden.
Features:




Motorola II Protokoll mit
- 27 Fahrstufen
- 80 Adressenim DELTA-System nur 5 bzw. bei DELTA-Decodern 15 digitale Adressen
- F0> Sonderfunktion ... schaltbares Stirnlicht
- CHIPs
- DELTA-System: 701.17x
- keine Sonderfunktionen
- Fx-System: 701-22x
- F1-F4 Sonderfunktionen
- interne Anzugs-/Bremsverzögerung [ABV] ... schaltbar über F4
- DELTA-System: 701.17x
- DELTA-Betrieb möglich !
- 15 DELTA Adressen
- absolute Fahrtrichtungserkennung, d..h. die Fahrtrichtung ist immer die, die die Steuerzentrale vorgibt.
- Analog-Betrieb möglich, d.h. digitale Lokomotiven konnten damit auch auf analogen Stromkreisen (mit Trafobetrieb) eingesetzt fahren. Dabei ist dann:
- das Stirnlicht automatisch aktiv
- die Funktion F1 automatisch aktiv (nur CHIP 701.22x)
negative Features:
- keine Überlast- / Überspannungs-Absicherung der Ausgänge für die internen Motor-Treiber-Stufen (nur CHIP 701.2x).
techn. Dokumente
neuer Motor
Diese Abbilduing zeigt neben dem Decoder die wichtigtsten Teile für dem DCM-Motorumbau.
Zusehen sind:
- Der Pol-Bügel / Feldmagnet mit hoch effizientem NeoDyn-Dauermagnet
- der neue Funfpol-Anker
- das neue Motorschild
- weiter noch Motorkohlen, Entstördrosseln und Schrumpfschläuche
Kabel-Anschlüsse

Anschlussplan


Anschluß-/Bestückungs-/Schaltplan
Programmierung
Funktionen
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bekannte Probleme
DIP-Schalter
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C80 / 6080 +. C81 / 6081 + C90 / 6090 + C90x[6090x] Adresse Es ist das Problem bekannt, dass Korrosion an den Kontakten in den DIP-Schaltern auftritt und dann trotz Stellung "ON" kein Kontakt zustande kommt. Um ihn wieder gängig zu machen, empfiehlt es sich die einzelnen DIP-Schalter mehrmals hin und her zuschalten. Danach kann die Adresse codiert werden und der Decoder reagiert oft wieder. Um kurz zu prüfen, ob bei einem 6080[c80], 6081[c81], 6090[c90], 6090x[c90x] Decoder noch alles funktioniert, gibt es zwei Adressen, mit denen man das schnell durchprüfen kann.
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Beleuchtung
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C80 / 6080 + C90 / 6090 Beleuchtungsflackern Bedingt durch die einseitige Stromversorgung der Beleuchtung über die Gehäusemasse, kommt es im Digitalbetrieb zu einem mehr oder weniger starken Flackern. Dieses ist bei diesen Decodern systembedingt. Abhilfe kann nur dadurch erfolgen, dass die Glühlampen von der Gehäusemasse isoliert werden und eine getrennte Stromversorgung (Elektronik Plus) - oft auf als Rückleiter bezeichnet - eingebaut wird. |
Hinweis/e
Wenn sie an der Vervollständigung dieser Webseite zu diesem Thema, Punkt, etc. mitarbeiten wollen/können, dann senden sie mir bitte
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- Bilder des Modells
- Bilder des Decoders
- etc.
einfach an meine - im Impressum hinterlegte - eMail-Adresse.
Für ihre Mitarbeit bedanke ich mich schon einmal hier im Voraus.




701.13 -50250701.13B-1301701.13B-1302701.13B-1304
Die Lokadresse kann über den 8-pol. DIP-Schalter eingestellt werden.




